Afrika, 3.-31.August 2008

Reiseverlauf Uganda/Ruanda

1. Tag: Ankunft Entebbe, Botanischer Garten, Zoo

Nach längerem Flug von Dresden über Frankfurt und Kairo landeten wir gegen 4 Uhr morgens auf dem internationalen Flughafen Entebbe. Zunächst mussten wir eine gute halbe Stunde bei der Passkontrolle anstehen. Auch der Umstand, dass wir bereits ein Visum besaßen brachte keinen Vorteil. Darauf folgte ein gründliches Durchleuchten des Gepäcks aller Passagiere durch den Zoll, was noch mal geschätzte 1,5h in Anspruch nahm. Nach dieser ewigen Einreiseprozedur wurden wir von unserem Guide, welcher uns die nächsten zehn Tage begleiten sollte, sowie einem Fahrer freudig begrüßt. Auf dem Flughafenvorplatz verluden wir sämtliches Gepäck in einen Toyota Landcruiser, unserem Safari-Fahrzeug für den gesamten Trip. Auf der ca. 25 minütigen Fahrt zu unserer ersten Unterkunft erzählte uns Jonathan (unser Guide) bereits einiges zur Geschichte Entebbes. In „Sophies Motel“ angekommen mussten wir erstmal wieder 45 Minuten warten, bis unser Zimmer fertig war. Während der Wartezeit erhielten wir Informationen zur bevorstehenden Tour. Nachdem wir endlich ins Zimmer konnten, war erstmal Erholung bis Mittag angesagt. Die Zimmer in Sophies Motel sind recht einfach gehalten, haben ein privates Bad mit teilweise warmen Wasser und einen Balkon. Man merkt dem Hotel allerdings an, dass es bereits in die Jahre gekommen ist. Nach kurzem „Erholungsschlaf“ setzten wir uns auf die Terrasse des Hotels und genossen eine gekühlte Cola mit Blick auf den Viktoriasee und warteten bis uns Jonathan abholte. Dabei hatten wir schon die Gelegenheit verschiedene, bunte Vögel, Echsen und Marabus zu beobachten.

13 Uhr ging es dann los, zunächst zum botanischen Garten von Entebbe. Dabei handelt es sich um einen großen Park am Viktoriasee in welchem sogar noch ein Stück Primärregenwald vorhanden ist. Hier gibt es zahlreiche Pflanzen und Tiere, unter anderem Guerezas und Hornvögel, zu entdecken. Nach einer ca. zweistündigen geführten Tour ging es weiter zum Zoo. Eigentlich wollten wir ja die Tierwelt Afrikas eher in freier Wildbahn erleben, aber hier gab es die Möglichkeit den äußerst seltenen Schuhschnabel live zu sehen. Weiterhin sehenswert war eine schöne Schimpansenanlage, Kraniche (der Wappenvogel Ugandas), Nashörner, einige seltene Antilopen und so manches mehr. Nachdem wir auch hier ca. 2 Stunden verbracht und noch einige Meter am Ufer des Viktoriasees spaziert waren, ging es schon wieder zurück ins Hotel, wo wir uns nach dem Abendessen und ein paar ugandischen Bier zur Ruhe begaben.

2. Tag: Kampala City Tour

3. Tag: Kampala - Murchison Falls National Park, Nil-Wasserfälle

4. Tag: Murchison Falls National Park, Game-Drives, Bootsfahrt

5. Tag: Murchison Falls NP - Fort Portal

6. Tag:  Schimpansentrekking, Kibale National Park

Am zweiten Tag wurden wir pünktlich 9 Uhr african time, was bedeutete mit einer Stunde Verspätung, um 10 Uhr abgeholt. Da in diesem Tag aber „nur“ unsere Kampala City Tour auf dem Programm stand, und wir während des wartens erneut die bereits am ersten Tag erwähnten Tiere beobachten  konnten, war diese Verzögerung nicht so tragisch. Nach circa einer Stunde Fahrt auf guter asphaltierter Straße hatten wir, mit kurzem Stopp im Souvenirgeschäft unseres Tour Operators, Kampala erreicht. Interessant war es, während der Fahrt das lebhafte Treiben am Straßenrand zu beobachten. Jeder scheint irgendetwas zu verkaufen, transportieren oder reparieren zu haben. Erste Station in der Hauptstadt war der See des Königs. Dieser sollte einst durch einem Kanal mit den Viktoriasee verbunden werden, da seine Majestät direkt mit dem Boot auf diesen fahren wollte. Ein Unterfangen welches sich letztendlich als Undurchführbar herausstellte. Kampala wird auch die Stadt der sieben Hügel genannt. Auf zweien solcher besichtigten wir im folgenden  verschiedene schön restaurierte Kirchen. Dies bot auch gleich die Gelegenheit von oben den Blick über die Hauptstadt schweifen zu lassen. Nach sehr gutem Mittagessen in Buffetform ging es zum Höhepunkt der City-Tour, zu den Kasubi Tombs. Auf dem museumsartigen Gelände stehen verschieden große, im landestypischen Stil erbaute Rundhütten. In der größten von dieser, welche früher als Regierungssitz des Herrschers diente, werden die sterblichen Überreste der verstorbenen Könige, bzw. deren Asche aufbewahrt. In diesem Raum werden weiterhin neben dem präparierten Lieblingshaustier (einem Leoparden) des ersten Königs von Uganda auch die ersten zwei Stühle, welche es in Uganda gab, ausgestellt. Diese waren ein Geschenk der englischen Königin und für den König Ugandas und dessen Frau bestimmt. Dummerweise hatte der damalige Herrscher noch 83 weitere Frauen - auf die erbetenen, fehlenden Stühle wartet man noch heute. Neben dem Hauptgebäude gibt es noch eine Hütte mit zahlreichen Trommeln zu besichtigen, welche allerdings nur für Männer zugänglich ist. Am Eingang befindet sich weiterhin ein Souvenirgeschäft in welchem es sehr schöne Zeichnungen auf „Ficusbaum-Papier“ zu kaufen gibt. Der Künstler ist ein wahres Multitalent, war er doch auch gleichzeitig unser Guide in dieser Anlage und gibt per Internet Unterricht im typischen afrikanischen Brettspiel Mankala. Weiter ging es zum Nationalmuseum. Hier werden zahlreiche Exponate und Fotografien zu allen möglichen Themen ausgestellt: Geschichte, Trachten, Bier, Musikinstrument, Sport, Flora und Fauna,… Allerdings machte hier alles einen etwas heruntergekommen Eindruck, was zu einem von uns eher nur oberflächlich unternommenen Rundgang führte. Im Souvenirshop des Museums konnten wir uns zumindest mit Ansichtskarten eindecken. Schließlich wurden wir gegen fünf zum „Hotel Africana“ gebracht. Ein sehr schönes Haus mit Pool, Garten und Zimmern in gutem internationalen Standard. Da die Sonne erst gegen 6:30 Uhr unterging, nutzen wir das letzte Tageslicht um alleine zu einem nahe gelegenen Einkaufzentrum zu gehen. Nach anfänglichen Sicherheitsbedenken merkten wir allerdings schnell, dass sich niemand dafür interessierte was die vier Mzungus alleine auf der Straße machen. Nach dem Kauf einiger Souvenirs und Lebensmittel ging es dann wieder zurück ins Hotel.

Heute stand die Fahrt in den ca. 250km nordwestlich von Kampala gelegenen Murchison Falls Nationalpark auf dem Programm. Das hieß, fast den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Pünktlich um acht ging es los. Während wir Kampala verließen waren wir das erste Mal richtig froh nicht selbst fahren zu müssen. Zum einen sind uns nirgendwo Wegweiser aufgefallen, zum anderen war die Fahrweise der Matatufahrer sehr gewöhnungsbedürftig - und es gab viele davon. Auf schlammigen Wegen die teilweise im Bau waren, kämpften wir uns durch den sehr zäh fließenden Verkehr hinaus aus der Stadt. Der Anblick rechts und links der Straße stand im krassen Gegensatz zum doch recht modern wirkenden Stadtzentrum Kampalas. Verfallene Holz– und Wellblechhütten, zweifelhaft wirkende Lebensmittelverkäufer aller Art zwischen Holzkohle- und Baustoffhändlern. Aber einmal die Vororte verlassen wandelte sich das Bild. Wir fuhren durch grünes landwirtschaftlich genutztes Land und passierten des öfteren Rundhaus-Dörfer und zahlreiche Schulgebäude. Hin- und wieder hielten wir bei Händlern an, und Jonathan kaufte uns verschiedene typisch ugandische Snacks zum kosten, wie z.B. Kasawa - eine Wurzel die erst gekocht und dann zusammen mit Salz gegessen wird. Während dieser Stopps hieß es jedes Mal die zahlreichen Händler zu ignorieren die mit Wasserflaschen und Fleischspießen zum Auto stürmten um ihre Ware an den Mann zu bringen. Nach einigen Stunden Fahrt trafen wir zum Mittagessen in Masindi ein. Die örtliche Post nutzten wir gleich noch um unsere Karten abzuschicken, was eigentlich schon am Morgen in Kampala geplant, aber wegen des städtischen Staus verschoben wurde. Nach weiteren neunzig Minuten Fahrt erreichten wir den südlichen Eingang zum Murchison Falls Nationalpark. Während unser Guide die Nationalparkgebühr bezahlte schauten wir uns im Souvenirgeschäft um. Nachdem wir die Schranke zum Park passiert hatten, befanden wir uns nun im Budongo Forest, in welchem noch eine Schimpansenpopulation heimisch ist. Die Landschaft hatte sich seit Masindi grundlegend zu dichtem Primärregenwald geändert, durch welchen nur die schmale Piste führte, auf der wir uns befanden. Nur durch einige kurze Fotostopps unterbrochen fuhren wir zum heutigen Höhepunkt, den Murchison Falls. Der Nil stürzt hier in atemberaubender Weise in die Tiefe. Nicht die Höhe der Fälle sondern die Kraft mit der das Wasser durch die teilweise nur 6m schmale Felsschlucht drängt sind das Beeindruckende. Nachdem wir ausgiebig diese Naturgewalten bewundert hatten, ging es weiter zur Fähre, welche uns zur Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, der „Paraa Lodge“ brachte. Während wir auf die Fähre warteten, sahen wir am anderen Flussufer das erste Nilpferd unserer Reise. In der Lodge angekommen freuten wir uns über unser schönes Zimmer mit Blick auf den Nil. Nach einem reichhaltigen Buffet und dem Test weiterer ugandischer Biersorten ging dann schließlich auch dieser Tag zu Ende.

Nach einem zeitigen Frühstück gegen 6:30 Uhr ging es am heutigen Tag zu unserem ersten Game-Drive im Murchison Falls NP. Ausgerüstet mit Kamera und Fernglas standen wir in unserem Landcruiser, dessen Dach nach oben gestemmt wurde, um eine gute Position während der „Jagd“ nach Tieren zu haben. Nach nicht allzu langer Zeit sahen wir dann auch schon zahlreiche Warzenschweine, Antilopen, Büffel und Giraffen. Da dies unser erster Game-Drive überhaupt in Afrika war, waren wir schon davon mehr als begeistert. Nach einigen Runden im Nationalpark mit unzähligen Fotostopps sahen wir dann unsere erste kleine Elefantenherde. Es waren etwa 20 Tiere die gemütlich fressend Richtung Wasser unterwegs waren und dabei unseren Weg kreuzten. Respektvoll, einige Meter Abstand haltend beobachteten wir die Elefanten und füllten die Speicherkarten. Irgendwann mussten wir leider wieder Richtung Lodge. Auf dem Weg sahen wir noch ein grasendes Nilpferd aus nächster Nähe, viele verschiedene Vögel und alle bereits erwähnten Tiere. Kurz vor der Lodge wurde es eng im Auto, da wir einer belgische Familie deren Jeep einen Achsbruch erlitten hatte Asyl gewährten“. Nach dem Mittagessen in der Lodge (sämtliche Mahlzeiten sind hier in Buffet-Form und zwangsweise im Zimmerpreis enthalten) entspannten wir ein Weilchen am Pool. Von da hatten wir eine schöne Aussicht auf den Nil, aber selbst in nächster Nähe gab es Vögel und Echsen zu entdecken.

14 Uhr begann unsere Bootsfahrt auf dem Nil. Zunächst warteten wir am Ufer mit zahlreichen anderen Touristen. Als das erste Ausflugsboot ankam, war dieses bereits recht voll. Dadurch hatten wir das Glück ein zweites kleineres Boot mit nicht ganz so vielen Touris teilen zu können. Die Bootsfahrt führte uns von der Lodge bis circa 1km unterhalb an die Murchison Falls heran (ca. 15km one-way). Während der Fahrt begegneten uns überall Nilpferde, Kingfisher, zahlreiche weitere Arten von Wasservögeln und einige Krokodile. (Die obligatorischen Antilopen, Büffel, Warzenschweine, und auch einige Elefanten seien nur noch am Rande erwähnt.) Auch der erneute Anblick der Murchison Falls, diesmal unterhalb, und die aus diesem resultierende Strömung  des Flusses hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Zurück in der Lodge ließen wir, den Nilpferden lauschend und den Nil beobachtend, den Nachmittag ruhig auf der Terrasse ausklingen.

Nach erneutem zeitigen Frühstück stand heute ein „Fahrtag“ bis Fort Portal auf dem Programm. Die gesamte Strecke beträgt zwar nur etwa 350km, allerdings bedeutete dies bei den vorherrschenden Straßenverhältnissen durchaus neun Stunden Fahrt. Während der holprigen Tour (Jonathan pflegte zu sagen: „Good massage, my people!“) hatten wir die Gelegenheit das Leben rechts und links de Straße zu beobachten. Eine schöne Erfahrung waren die vielen Kinder von den zahlreich vorhandenen Schulhöfen, die, sobald sie die weißen Wazungu im Auto erkannten, alles stehen und liegen ließen und gerannt kamen und zu winken. Außerdem scheint jeder etwas zu transportieren zu haben, Bananenstauden, Wasserkanister, schwere Tonkrüge, Stoffballen … und alles entweder auf dem Fahrrad, oder auf dem Kopf. Hin und wieder hielten wir an, und Jonathan besorgte uns verschiedene typisch ugandische Snacks zum kosten, wie zum Beispiel Sim-Sim, kleine Kugeln bestehend aus gerösteten Sesamkörnern.

Irgendwann im Laufe des Tages rasteten wir im Nirgendwo um unseren Picknick-Lunch zu verspeisen. Aber schon nach zwei Minuten kamen von einem anderen Nirgendwo die ersten Kinder, dann einige Erwachsene, noch mehr Kinder, noch mehr ältere Leute... Und alle schien es brennend zu interessieren, was die Weißen denn da machen. Aber erstaunlicherweise wurden wir in keiner Weise ‚belästigt‘, also niemand bettelte oder wollte irgendwas verkaufen. Wir wurden einfach nur beobachtet, es wurde gewunken und vereinzelt „How are you?“ gerufen. Und jedes Mal wenn man darauf reagierte, sah man ein strahlendes Lächeln - wo gibt es so was bei uns? Etwas Tumult (nichts Ernsthaftes) gab es dann aber als wir einige Bleistifte und andere kleine Mitbringsel unter den Kindern verteilten. Auch unser Essen teilten wir, so gut es ging. Nach diesem Stopp ging es dann weiter über die grauenvoll holprigen Straßen (die unser Fahrer mit Bravour meisterte), bis wir schließlich 17 Uhr das Hotel „Mountains of the Moon“ am Rand der Stadt Fort Portal erreichten. Hier war es, auf Grund der Höhe (ca. 1500m) deutlich kühler als noch am Morgen im MFNP. An diesem Abend spazierten wir noch etwas im Hotelgelände und in der näheren Umgebung umher. Den Tag beschließend gab es dann wieder das obligatorische Buffet-Dinner, diesmal am Kaminfeuer.

Am heutigen Tag stand eines der „großen Highlights“ im Programm: Schimpansen Trekking im Kibale Forest. Zeitig morgens nach einer einstündigen Fahrt durch das Fort Portal umgebende, neblige Hochland, erreichten wir die Rangerstation des Kibale Forest. Dort mussten wir uns zunächst in einem großen Buch (welche in Afrika sehr beliebt zu sein scheinen) registrieren und hatten noch auf weitere Touristen zu warten - von denen dann auch zahlreiche in allen Alters– und Fitnessklassen erschienen. Glücklicherweise wird in mehreren kleinen Gruppen auf die Suche nach den Schimpansen gegangen. So begannen wir nach kurzer Instruktion in Begleitung eines Rangers zu sechst das Trekking. Nach einigen Minuten leichter Wanderung sahen wir die ersten Bewohner des Waldes: Green Tailed Monkeys. Nach einigen Fotos und Erklärungen zu Flora und Fauna ging es weiter tiefer in den Kibale Forest. Unser Führer lauschte von Zeit zu Zeit den (mittlerweile unüberhörbaren) Rufen der Schimpansen, um festzustellen in welche Richtung diese zu finden sind. Weiterhin standen die Guides der verschiedenen Gruppen in ständigem Funkkontakt. Die Vermutung war, das sich die Schimpansen in unserer Nähe befinden, aber in Bewegung sind. So ging es nun zügiger auf schmalen Pfaden durch den Wald. Nach einiger Zeit dann endlich sahen wir sie, zwei Schimpansen auf dem Waldboden in circa zehn Metern Entfernung vor uns her laufend. Von nun an ging es ohne Rast querfeldein durch Unterholz und über kleine Bachläufe den Schimpansen hinterher. Dabei hielten wir immer Abstand zu den Tieren, stoppten wenn sie kurz pausierten, um ihnen dann wieder hinterher zu eilen und sie nicht aus den Augen zu verlieren. So ging es eine ganze Zeit, bis die Schimpansen ihr Ziel, einen großen Futterbaum auf welchem sich bereits weitere Tiere befanden, erreichten. Jetzt hieß es: Blick nach oben. Wir beobachteten die Schimpansen, fotografierten, filmten. Die Affen fraßen genüsslich, aprikosengroße wasserhaltige Früchte. Deren Resten fielen dementsprechend in verdauter und unverdauter Form (flüssig wie fest) vom Himmel. Von einer direkten Dusche blieben wir alle glücklicherweise verschont. Nach einer Stunde mussten wir leider wieder zurück, da die Schimpansen verständlicherweise nicht zu lange „belästigt“ werden sollen. Auf dem Weg zurück sahen wir noch einige Red Tailed Monkeys. Leider hatten wir nicht das Glück nochmals einem Schimpansen in nächster Nähe auf dem Boden zu begegnen, aber in ihrem Element, den Baumwipfeln sind sie sowieso am Beeindruckendsten. Gegen 11Uhr ging es zurück zum Lunch nach Fort Portal, den es diesmal in einem Restaurant im Zentrum der Stadt gab. Neben dem obligatorischen Reis und Chicken gab es hier auch einheimische Speisen wie Matoke, Kasawa, eine seltsame Erdnusssuppe, so etwas wie ungebackenen Brotteig und weitere seltsame Sachen, welche wir mit mehr oder weniger Begeisterung probierten. Nach dem Lunch wurde uns erstmal eine Pause im Hotel gegönnt. Am späteren Nachmittag wollten wir noch eine Wanderung auf einen Hügel in der Umgebung machen. Allerdings zogen immer dunklere Wolken auf und es begann zu schütten wie aus Kübeln. Jonathan rief uns auf unseren Zimmern an, und wir verschoben die Tour auf den nächsten Tag. Da es gegen 17 Uhr nur noch leicht regnete, und es uns nach drei Stunden im Hotel langsam langweilig wurde, gingen wir nochmals ins Ortszentrum. Die Schule schien gerade zu Ende zu sein, und so wurden wir abschnittsweise von einigen Kindern begleitet. Im Ortszentrum von Fort Portal gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Ein Markt, eine Kirche, eine Moschee sind eigentlich das einzig Erwähnenswerte. An dieser Stelle wunderte ich mich erneut, wie ungestört man sich einfach so im Ort bewegen konnte. Erneut keine Bettler, keine nervenden Händler, wenn sich überhaupt jemand für uns interessierte, dann winkende und lachende Kinder. Pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann wieder unser Hotel.

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